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Kurz und knapp: Interessante Neuerungen 2026 im Überblick

Der Jahresbeginn 2026 bringt zahlreiche gesetzliche Neuerungen – wir haben einige wichtige Änderungen zusammengestellt:

 

1. Steuern & Investitionen

 

Investitionsfreibetrag befristet erhöht

Für Investitionen zwischen November 2025 und Dezember 2026 wird der Investitionsfreibetrag deutlich erhöht: Der reguläre IFB steigt von 10 % auf 20 %, der Öko-IFB von 15 % auf 22 %. Unternehmen können dadurch einen höheren Teil ihrer Investitionskosten steuerlich geltend machen. Ziel der Maßnahme ist es, Investitionen vorzuziehen, Liquidität zu stärken und die Konjunktur anzukurbeln. Wer größere Anschaffungen plant, sollte den Zeitraum strategisch nutzen.


 

Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze

Ab 2026 sollen für alle Importe Zölle und Gebühren anfallen. Das soll faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber Billigimporten (z. B. aus China) schaffen.


 

Mitarbeiterprämie läuft aus

Die steuerfreie Mitarbeiterprämie (bis zu 1.000 €) für das Jahr 2025 konnte noch bis 15. Februar 2026 ausbezahlt werden. Ob es 2026 eine Nachfolgeregelung geben wird, ist derzeit noch offen.


 

Steuerfreibetrag für Überstunden reduziert

2026 sind Zuschläge für die ersten 15 Überstunden bis max. 170 € steuerfrei. Ab 2027 ist eine weitere Reduktion geplant.


 

 2. Arbeitsrecht & Personal

 

Neue Kündigungsfristen für freie Dienstnehmer

Ab 1.1.2026 gilt eine Mindestkündigungsfrist von 4 Wochen (ab 2 Dienstjahren 6 Wochen), Kündigung nur zum 15. oder Monatsletzten.


 

Normalarbeitszeit bei Anmeldung verpflichtend

Bei der Anmeldung neuer Mitarbeitender zur Sozialversicherung muss ab 2026 auch das vereinbarte wöchentliche Arbeitszeitausmaß angegeben werden. Das erhöht die Transparenz und ermöglicht eine genauere Kontrolle durch die Behörden.


 

EU-Lohntransparenz-Richtlinie

Bis Juni 2026 muss die EU-Lohntransparenzrichtlinie umgesetzt werden. Geplant sind unter anderem:

  • Auskunftsrechte über Durchschnittsgehälter vergleichbarer Tätigkeiten
  • Verbot allgemeiner Gehaltsverschwiegenheitsklauseln
  • Einkommensberichte ab 100 Mitarbeitenden
  • Beweislast beim Arbeitgeber bei geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschieden

Unternehmen sollten ihre Gehaltsstrukturen frühzeitig überprüfen und dokumentieren.


 

Gleiches Entgelt für gleiche Arbeit

Bereits im Bewerbungsprozess wird mehr Transparenz verlangt – etwa durch die Offenlegung realistischer Gehaltsspannen. Bestehende Mitarbeitende erhalten künftig ein Recht auf Auskunft über Vergleichsgehälter. Ziel ist es, die Gender-Pay-Gap weiter zu reduzieren.


 

Frauenquote im Aufsichtsrat

Börsennotierte Unternehmen müssen ab Juni 2026 ihren Aufsichtsrat zu mindestens 40 % mit dem unterrepräsentierten Geschlecht besetzen.


 

Absicherung kollektivvertraglicher Kündigungsfristen

Kollektivverträge dürfen künftig keine Kündigungsfristen unter einer Woche vorsehen. Die Regelung schafft Rechtssicherheit, auch in Branchen mit saisonaler Beschäftigung.


 

Neue Hitzeschutz-Verordnung

Bei Hitzewarnung (ab 30 Grad) müssen organisatorische, technische und persönliche Schutzmaßnahmen gesetzt werden – besonders relevant für Bau, Produktion und Außendienst.


 

Ausdehnung der Schwerarbeitsverordnung auf Pflege

Pflegeberufe gelten künftig als Schwerarbeit, sofern die Tätigkeit überwiegend in direktem Kontakt mit betreuten Personen erfolgt. Das hat Auswirkungen auf Pensionsantrittsmöglichkeiten.


 

 3. Pension & Altersteilzeit

 

Neue Teilpension

Ab 1.1.2026 wird eine Teilpension möglich. Versicherte können einen Teil ihrer Alterspension beziehen und gleichzeitig in reduziertem Ausmaß weiterarbeiten. Der restliche Pensionsanspruch wächst weiter an. Das Modell soll einen gleitenden Übergang in die Pension erleichtern und Know-how länger im Unternehmen halten.


 

Korridorpension wird verschärft

Das Antrittsalter steigt schrittweise von 62 auf 63 Jahre, die erforderlichen Versicherungsjahre von 40 auf 42 Jahre. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass Mitarbeitende tendenziell länger im Erwerbsleben bleiben.


 

Änderungen bei Altersteilzeit

Der staatliche Aufwandersatz für Arbeitgeber wird reduziert, die maximale Dauer verkürzt und die Voraussetzungen verschärft. Das Blockmodell verliert schrittweise an Attraktivität und wird ab 2029 nicht mehr gefördert. Altersteilzeit wird damit insgesamt teurer und restriktiver.


 

Pensionsanpassung 2026

  • Bis 2.500 €: +2,7 %
  • Darüber: Fixbetrag von 67,50 €
    Erstanpassung bei Neupensionen nur aliquot.

 

Beitragsübernahme für arbeitende Pensionisten verlängert

Der Bund übernimmt weiterhin bis Ende 2026 einen Teil der Pensionsversicherungsbeiträge.


 

 4. Handel, Kasse & Zahlungsverkehr

 

Registrierkassen-Regelungen

  • Umsatzgrenze für „Kalte-Hände-Regelung“ steigt auf 45.000 Euro

  • Elektronischer Beleg via QR-Code möglich
  • 15-Warengruppen-Regelung wird unbefristet

Das bringt vor allem für kleinere Betriebe administrative Erleichterungen.


 

Einheitliche Trinkgeldpauschalen

Es werden bundesweit Obergrenzen für die Sozialversicherungsbemessung von Trinkgeldern eingeführt. Zusätzlich müssen Arbeitgeber bargeldlose Trinkgelder transparent ausweisen.


 

Wirtschaftliche Integration in Europa

  • Bulgarien führt den Euro ein
  • Ukraine & Moldau kommen in die EU-Roamingzone
  • Serbien wird an SEPA angebunden
    → geringere Transaktionskosten im Auslandsgeschäft.

 

 5. Verkehr & Mobilität

 

Mauttarife steigen

Vignettenpreise werden inflationsangepasst, Lkw- und Busmaut steigt um rund 7,7 %. Das betrifft vor allem Transport- und Logistikunternehmen.


 

Digitale Fahrzeugdokumente (CoC)

Ab Juli 2026 müssen Übereinstimmungsbescheinigungen digital übermittelt werden.


 

Pickerl-Intervalle verlängert (geplant)

Für Pkw ist eine Verlängerung der §57a-Intervalle vorgesehen.


 

 6. Internationales

 

Neuer Aufenthaltstitel „Grenzgänger“

Drittstaatsangehörige mit Wohnsitz in einem Nachbarstaat können künftig mit eigenem Aufenthaltstitel in Österreich arbeiten, ohne hier einen Wohnsitz zu begründen.


 

Neues EU-Grenzmanagement (EES & ETIAS)

Neue digitale Einreiseverfahren für Drittstaatsangehörige können zu zusätzlichen administrativen Schritten bei Geschäftsreisen führen.


 

Handelsabkommen MERCOSUR

Das Abkommen eröffnet neue Exportchancen – etwa für Industrie, Maschinenbau und Lebensmittel –, bringt aber auch mehr Wettbewerb. 


 

 7. Diverse Themen

 

Strenge Regeln für Umwelt- und Klimaaussagen

Begriffe wie „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ sind künftig nur mehr zulässig, wenn sie auf anerkannten Zertifizierungen beruhen. Greenwashing wird deutlich eingeschränkt. Marketing- und Werbeaussagen sollten rechtzeitig überprüft werden.


 

Vergaberechtsreform

Vergabeverfahren sollen vereinfacht werden, damit KMU leichter an öffentliche Aufträge kommen

(Februar 2026)

Was ist neu 2026?

Wie jedes Jahr traten auch zum Jahreswechsel 2025/2026 einige Neuerungen in Kraft. Wir haben für Sie die - unserer Meinung nach - Wichtigsten zusammengefasst.

Was ändert sich 2026 abgabenseitig für Unternehmer?

Wichtige finanzielle Änderungen für Firmeninhaber haben wir in aller Kürze für Sie zusammengefasst


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